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Kindern für Kinder

In der Hohen Schule - Museumsbesuch

Aktualisiert: 11. Feb.

Warum in die Ferne schweifen? Weil ich am Wochenende keine Zeit hatte, um mit den Kindern etwas zu unternehmen, sind wir am Donnerstag, 1. Februar, kurzerhand ins Museum "Hohe Schule" in Herborn marschiert. Mit acht Kids bekamen wir eine Erste-Klasse-Führung durch das Museum.

Es war spannend zu sehen, für was sich die Kinder interessierten: Die Mischung aus Bär und Löwen gleich im Eingangsbereich hatte es den jungen Besuchern besonders angetan. Fragen über Fragen prasselten auf die freundliche Museumsführerin ein. Der wiederum gelang es ihrerseits, mit Fragen die Kinder zu fesseln: Warum sieht der Löwe wie ein Bär mit langem Schwanz aus? Vermutlich hat der Steinmetz nie einen Löwen und auch kein Bild von einem Lösen gesehen. Welche Eigenschaften hat ein Löwe? Stark, König der Tiere etc. So wollten die Adeligen auch sein. Deshalb suchten sich viele den Löwen als Wappentier aus.



Weiter ging es zum Professor mit dem hohen Hut. Den hatte der, damit die Herborner ihn schon von weitem erkannten und entsprechend grüßten. Herborns Hohe Schule war nämlich vor langer Zeit eine Universität.

Ein Objekt zeigte ein mehr als 200 Jahre altes Planeten-Modell, bei dem sich die Kugeln um sich drehten. Man dachte früher, man könnte so den Zeitpunkt für den nächsten Ausbruch der Pest errechnen.

Was hat es mit dem Schränkchen mit dem Totenkopf auf sich? Das hat etwas mit dem Tod zu tun, war Tim gleich klar. Ein Giftschränkchen mit vielen Schlössern. "Die Menge macht das Gift", zitierte die Museumsführerin den berühmten Arzt Paracelsus. Das erinnerte Fahad an den Tag, an dem er viel zu viel Eis gegessen hatte.

Ein Rätsel nach dem anderen wurde gelöst: Ein Gerät, mit dem Bücher gebunden wurden, die Funktion der Druckerpresse, die "Heizung", die sich die Marktfrauen früher im Winter unter ihre Röcke stellten, eine in der Höhe verstellbare Öl-Lampe und Erinnerungs-Bilder aus Haaren - lauter wundersame Objekte.

Möbel hatten nur sehr reiche Menschen, erfuhren die Kinder. Wer zum Geburtstag eingeladen war, brachte nicht nur ein Geschenk, sondern auch sein eigenes Besteck mit.

"Nein, das ist keine Mausefalle für eine Riesenmaus", antwortete die Museumsführerin auf Tim´s Vermutung. "Das ist eine Teigbreche". Weil es früher keine Maschinen gab, musste der Teig von Hand - oder wenn er besonders steif war - mit der Teigbreche geknetet werden.

Strickmaschine und Spinnrad wurden bewundert.

Der uralte Fotoapparat von Herrn Baumann, der es liebte, Fotos von der Stadtansicht in der Totalen zu machen, ist ausgestellt. Weil früher das Fotografieren sehr umständlich war und alles schnell gehen musste, holte sich der Fotograf Mitglieder des Turnvereins als Läufer. Sie holten die Fotoplatten aus dem Labor, brachten sie ihm zu dem Ort, an dem er fotografieren wollte und ließ die belichteten Platten von Staffelläufern wieder zurück zum Entwickeln ins Labor bringen. Viel Aufwand für ein Bild!

Was war ich am Ende der Führung - die noch fortgesetzt wird - stolz auf unsere Kids! Sie haben sich 1A benommen und viele, viele wichtige Fragen gestellt.

Anschließend ging es noch zur AWO zu Keksen und Limonade. Leonie und Dominik begannen schon, ihren Text zu schreiben. Dominik ist zum ersten Mal dabei - hoffentlich nicht zum letzten Mal. Denn die beiden sind ein prima Tandem. Der eine erzählt, die andere schreibt.

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